Newsletter wird nicht korrekt dargestellt? Klicken Sie hier


CNHW Newsletter 3/2018


Newsletter: Français ; Italiano ; English

Netzwerken – Gemeinsam gegen den Fachkräftemangel in den Gesundheitsberufen

 

Sehr geehrte Projektpartner und Interessierte

 

Mit diesem Newsletter zum Projekt «Strategie gegen den Fachkräftemangel in den Gesundheitsberufen» der Fachhochschulen Gesundheit informieren wir Sie über den aktuellen Projektstand und das Standortprojekt der Berner Fachhochschule BFH «KomIN». Unter dem Projekttitel «Kernkompetenzen interdisziplinär fördern um fit zu sein für rasche Veränderungen, komplexe Settings und berufsbedingte Belastungen» fokussiert das Standortprojekt der BFH auf Arbeitsorganisation, Grade- und Skillmix sowie Stressfaktoren am Arbeitsplatz.

 

Unter dem Motto «Netzwerken» sind wir als Competence Network Health Workforce (CNHW) ins zweite Projektjahr gestartet. Im ersten Jahr haben wir Gremien gebildet und grundlegende Informationen ausgetauscht. Erste Ansätze einer nationalen Strategie werden nun in der nächsten Phase entwickelt. Unser Netzwerk wird auch über die Landesgrenzen hinaus gepflegt. Die Gestaltung der ersten internationalen Konferenz im Rahmen des Projekts nimmt Form an; die Liste der internationalen Keynote Speakers ist vielversprechend. So nehmen wir zahlreiche Themen mit viel Diskussionsstoff ins Programm auf.

 

Das Projektteam dankt Ihnen für Ihr Engagement im und Interesse am Projekt!

 

Freundliche Grüsse

Christoph Golz

Projektkoordinator

Kommunikation

Das CNHW erweitert seine Kommunikationsplattformen: Neu finden Sie auf unserer Website die Publikationen zu den jeweiligen Projekten und Informationen für die Medien. Folgen Sie uns auf Twitter! Sie erhalten so laufend die wichtigsten News.

Erste Internationale Konferenz

Am 25. und 26. Oktober 2018 findet in Bern die erste internationale Konferenz «Countering Staff Shortage Among Health Professions – Together for a Healthy Health Care System» des CNHW statt. Sie finden das spannende Programm mit den Themen sowie nationalen und internationalen Keynote Speakern und die Angaben zur Anmeldung auf der Website. Wir freuen uns über Ihre Teilnahme!

 

Weitere Informationen

Präsentation Standortprojekte

In diesem dritten Projekt-Newsletter starten wir eine Serie, um Ihnen die Standortprojekte konkreter vorzustellen. Wir laden Sie ein, sich heute ein Bild über das Standortprojekt der BFH zu machen.

 

Weitere Informationen

Bericht FH-KOMIN

Das Standortprojekt «Kernkompetenzen interdisziplinär fördern um fit zu sein für rasche Veränderungen, komplexe Settings und berufsbedingte Belastungen (FH-KomIN)» der BFH wird in zwei Teilprojekten durchgeführt:

 

STRAIN – Work-related stress among health professionals in Switzerland

 

Im STRAIN Projekt sollen mögliche Stressquellen, Stressreaktion und daraus entstehende Langzeitfolgen im Arbeitsalltag von Gesundheitsfachpersonen aufgezeigt werden. Mit einer randomisierten Interventionsstudie im Längsschnittdesign von 2017 bis 2020 erfasst die BFH schweizweit Daten in Akutspitälern, Rehabilitationskliniken, psychiatrischen Kliniken, spitalexterner Pflege sowie in Langzeitinstitutionen. Basierend auf den Resultaten der Umfrage, einer systematischen Literaturrecherche sowie Fokusgruppeninterviews mit Gesundheitsfachpersonen wird eine Schulungsintervention für Führungspersonen im Gesundheitswesen entwickelt und durchgeführt. Im Anschluss an die Schulung zum Umgang mit Arbeitsbelastung ist ein weiterführendes Coaching-Programm geplant, um die Führungspersonen in der Umsetzung geeigneter Massnahmen in ihrer Praxis zu unterstützen. Der Effekt dieser Massnahmen wird ausgewertet und den beteiligten Institutionen wichtige Informationen zur Reduktion von arbeitsbedingtem Stress und dessen Risiken zur Verfügung gestellt. Die Studie wird in allen Sprachregionen der Schweiz durchgeführt. Zielgruppen sind Pflegefachpersonen, Ärztinnen und Ärzte sowie medizinisch-technisch-therapeutische Gesundheitsfachpersonen aus allen Qualifikationsstufen. Ein erklärendes Video fasst das Projekt zusammen.

 

Erreichte Meilensteine und Ausblick:

Die erste Erhebung (Basismessung) der Arbeitsbelastung startete im September 2017 und dauert noch bis Ende Mai 2018. Aktuell haben sich 36 Akutkliniken (inkl. Psychiatrie und Rehabilitation), 86 Langzeiteinrichtungen und 41 Spitex-Organisationen an der STRAIN Studie beteiligt. Im Jahr 2018 wird die Schulung für das Führungspersonal auf Basis einer systematischen Literaturrecherche und Fokusgruppeninterviews entwickelt. In den Fokusgruppeninterviews gehen wir der Frage nach, welche Massnahmen sich Gesundheitsfachpersonen konkret wünschen, um Belastungen an Ihrem Arbeitsplatz zu reduzieren. Es sind insgesamt 31 Fokusgruppeninterviews geplant, die zwischen Juni und Oktober 2018 durchgeführt werden.

 

EQUI – Grademix und Diversität im stabilen Gleichgewicht

 

Das Projekt EQUI befasst sich mit der Entwicklung von bedarfsgerechten und umsetzbaren Modellen zu Grademix und Aspekten des Diversitätsmanagements, welche die Qualitäts- und Kosteneffekte in der ambulanten und stationären Langzeitpflege transparent machen. Die Studie schliesst stationäre und ambulante Langzeiteinrichtungen ein und wird in der deutsch- und französischsprachigen Schweiz durchgeführt.

 

Erreichte Meilensteine und Ausblick:

In einer ersten Phase haben 576 beteiligte Organisationen der Langzeitpflege eine Umfrage zwecks Situationsanalyse beantwortet. 42% dieser Organisationen verfügen über ein Konzept zu Grademix, 16% über ein Konzept zum Umgang mit verschiedenen Generationen und 7% über ein Konzept zur Integration von Flüchtlingen. Die Resultate dieser Erhebung wurden in der Zeitschrift "Krankenpflege" des Schweizerischen Berufsverbandes für Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner publiziert. In einem weiteren Schritt werden nun Organisationen für Interviews zu diesen drei Themen ausgewählt und bereits vorhandene Konzepte zu Grademix inhaltlich analysiert.

 

Beide Teilprojekte sind so aufgebaut, dass Empfehlungen an die betroffenen Institutionen und Organisationen abgegeben werden und Erkenntnisse direkt in Praxis und Lehre einfliessen können. Belastungen von Gesundheitsfachpersonen sollen erfasst und langfristig reduziert werden. Schliesslich soll die Arbeitszufriedenheit sowie die Gesundheit von Gesundheitsfachpersonen steigen und die Attraktivität der Gesundheitsberufe zunehmen.

 

Weitere Informationen

Aktuelle Publikationen

  • Golz, C., Beck, M., Peter, K. A. (2017). Projekte gegen den Fachkräftemangel in den Spitex-Organisationen. Spitex Magazin, 5, 44 - 45.
  • Kobleder, A., Mayer, H., Gehrig, L., Ott, S., & Senn, B. (2017). Wirksamkeit von APN-Interventionen in der gynäkologischen Onkologie. Eine systematische Literaturübersicht. Klinische Pflegeforschung, 3, 85-101. DOI: 10.6094/KlinPfleg.3.85
  • Schiess, C., Schwappach, D., Schwendimann, R., Vanhaecht, K., Burgstaller, M., & Senn, B. (2018). A Transactional" Second-Victim" Model-Experiences of Affected Healthcare Professionals in Acute-Somatic Inpatient Settings: A Qualitative Metasynthesis. Journal of patient safety. DOI: 10.1097/PTS.0000000000000461
  • Ziegler, A., Beck, M., & Hahn, S. (2018). Grademix und Diversität im stabilen Gleichgewicht. Krankenpflege, 5, 30-31.

 

Weitere Informationen