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CNHW Newsletter 6/2020


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«Strategie gegen den Fachkräftemangel in den Gesundheitsberufen»: Den pflegenden Angehörigen eine Stimme geben

 

Sehr geehrte Projektpartner und Interessierte

Liebe Kolleginnen und Kollegen

 

Unser sechster Newsletter zum nationalen Projekt «Strategie gegen den Fachkräftemangel in den Gesundheitsberufen» stellt Ihnen das Standortprojekt «Der Umgang mit dem Fachkräftemangel: Positionierung, Integration und Unterstützung von pflegenden Angehörigen - PePA» der Fachhochschule Westschweiz (HES-SO) vor.

 

Das letzte Projektjahr ist angebrochen und so sind wir zurzeit einerseits mit der Planung der zweiten CNHW Konferenz beschäftigt, andererseits befassen wir uns mit der Zusammenfassung der Ergebnisse aus den fünf Standortprojekten, um daraus Empfehlungen für Praxis, Lehre, Forschung und Politik ableiten zu können. Zudem wurde die erste Idee zum zukünftigen Netzwerk entwickelt, die den Stakeholdern und weiteren Gremien zur gemeinsamen Diskussion präsentiert wurde.

 

Das Projektteam dankt Ihnen für Ihr Interesse am Projekt, Ihr Engagement und Ihre Unterstützung!

 

Freundliche Grüsse

Christoph Golz

Projektkoordinator

CNHW Evaluation

Das CNHW führte Anfang des Jahres 2019 die erste Evaluation durch, um die Projektorganisation und -prozesse zu verbessern. Insgesamt war die Evaluation zufriedenstellend. Konkrete Massnahmen für die zweite Projekthälfte wurden insbesondere beim Stakeholder Management und der externen Kommunikation getroffen. Stakeholder werden verstärkt durch regelmässige Workshops in die Entwicklung der Netzwerksidee involviert und die Kommunikationskanäle des CNHW basierend auf einer Disseminationsstrategie optimiert. Ein Beispiel hierfür können Sie dem nächsten Abschnitt entnehmen.

Kommunikation

Die neuesten Publikationen des CNHW finden Sie auf unserer Website. Sie sollten nun besser zur gewünschten Publikation gelangen. Wir haben durch Filterfunktionen die Suche vereinfacht. So können Sie nun die Publikation nach einem Thema, dem Projekt oder dem Publikationstyp filtern.

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Zweite Internationale CNHW Konferenz – jetzt registrieren!

Am 19. und 20. November 2020 findet die zweite internationale Konferenz des CNHW «Effective Measures to Keep our Treasures – How to care for Health Professionals and Family Caregivers» statt. Registrieren Sie sich noch heute und profitieren Sie vom Early Bird Angebot. Wir freuen uns, wenn Sie die Konferenz mit Ihrem Beitrag bereichern. Gerne können Sie Ihr Abstract via Formular einreichen.

Les Grandes Conférences du SIDIIEF

Das CNHW beteiligt sich im neuen Programm des SIDIIEF zum Thema «Pénurie de personnel infirmier – stratégies innovantes pour l’avenir» mit zwei Beiträgen. Mélanie Lavoie-Tremblay, eine unserer internationalen Expertinnen für Pflegepersonal und Arbeitsbedingungen, von der Ingram School of Nursing, University McGill, Kanada ist auch mit von der Partie. Nehmen Sie an der Online-Konferenz (Französisch) teil und erhalten Sie Einblicke in Lösungsansätze zur Förderung des Personalverbleibs und Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen von sechs Expertinnen und Experten.

Bericht über das Standortprojekt «PePA» des Departements Gesundheit der HES-SO

Als Vertreterin der Westschweiz nimmt die HES-SO aktiv an den Tätigkeiten des CNHW teil und hat das Standortprojekt «Der Umgang mit dem Fachkräftemangel: Positionierung, Integration und Unterstützung von pflegenden Angehörigen» (PePA) lanciert. Es mag erstaunen, dass sich ein Forschungsprojekt zum Mangel an qualifizierten Gesundheitsfachpersonen mit der Positionierung, Integration und Unterstützung von pflegenden Angehörigen befasst. Jedoch haben die pflegenden Angehörigen in den letzten Jahren
ihren Beitrag zum reibungslosen Funktionieren des Gesundheitswesens deutlich erhöht: Kürzere Spitalaufenthalte, ambulante Betreuungen und spätere Institutionalisierungen der pflege- und unterstützungsbedürftigen Personen haben den Angehörigen – zur Ergänzung des Fachkräfteeinsatzes – viel Hilfe und Unterstützung abverlangt. Die Forschungsresultate zeigen, dass die geleisteten Anstrengungen die Gesundheit vieler pflegenden Angehörigen aufs Spiel gesetzt und manche sogar krank gemacht haben.

Wenn in einem Land die formellen Pflegeressourcen aufgrund eines Mangels an qualifiziertem Gesundheitspersonal schwinden und zudem das Subsidiaritätsprinzip herrscht, dann besteht die grosse Gefahr, dass immer mehr Aufgaben sogar unbemerkt auf die pflegenden Angehörigen abgewälzt werden. Diese Verschiebung kann die Gesundheit der pflegenden Angehörigen zunehmend gefährden.

Einer Westschweizer Tradition folgend, erschien es zentral, den pflegenden Angehörigen eine Stimme zu geben. Dadurch soll verhindert werden, dass diese als Fachkräfteersatz instrumentalisiert werden. Jedes Forschungsteam der sechs Sub-Projekte, räumt diesen wertvollen Akteurinnen und Akteuren des Gesundheitssystems einen Platz ein und fordert dazu auf, ihnen Gehör zu verschaffen. Dies machen sie, indem sie sich auf die Bedürfnisse der pflegenden Angehörigen konzentrieren. Das umfasst die Entwicklung von Massnahmen zur Vereinfachung und Reduzierung der geleisteten Hilfe sowie von innovativen Formen der Zusammenarbeit, welche die Tagesabläufe und Erwartungen der pflegenden Angehörigen respektieren. Des Weiteren sollen neue soziale Akteurinnen und Akteure identifiziert werden, welche die pflegenden Angehörigen unterstützen.

Sechs Forschungsprojekte wurden aus einer HES-SO internen Projektausschreibung von elf eingereichten Projekten nach einer Bewertung durch in- und ausländische wissenschaftliche Expertinnen und Experten ausgewählt. Zwei davon sind abgeschlossen und vier befinden sich noch in der Durchführung. Folgend sind die Projekte mit deren aktuellem Status gelistet:

  1. Datensammlung der Bedürfnisse von pflegenden Angehörigen von Menschen mit Demenz. Analyse der Praxis und alternativer Lösungen (MeetMyNeeds)
    Status: In Durchführung
  2. Unterstützungsprogramm für Pflegende Angehörige (PA) in der Erwachsenenpsychiatrie in der Westschweiz (PePA Psy)
    Status: Abgeschlossen
  3. Integration von pflegenden Angehörigen in der Prävention von Verwirrtheitszustand bei betagten Menschen in orthopädischer Chirurgie (IntEC)
    Status: Abgeschlossen
  4. Eltern als Gesundheitswächter intellektuell beeinträchtigter Kinder: Erarbeitung einer innovativen Entlastungsmodalität bei lebenslanger Elternschaft (RéPA-Handi)
    Status: In Durchführung
  5. Kirchliche Freiwillige in der Gemeindepflege: Entlastungsangebot für pflegende Angehörige (KiPa)
    Status: In Durchführung
  6. Eine Dienstleistung von Studierenden von 3 Gesundheitshochschulen für pflegende Angehörige (PAuSES-D)
    Status: In Durchführung

 

Jede obenstehende Verlinkung ermöglicht den Zugang zu Informationen und (künftigen) wissenschaftlichen Publikationen der Forschungsprojekte. Zudem wird im Jahr 2020 ein frei zugänglicher elektronischer Sammelband für ein breites Publikum (die pflegenden Angehörigen selbst, Verbände, Entscheider, Studierende usw.). veröffentlicht. Eine Übersetzung des Sammelbands ins Deutsche ist derzeit geplant, sofern sich dafür die notwendigen Mittel auftreiben lassen.

Wenn Sie Fragen oder Vorschläge zu den Forschungsprojekten der HES-SO haben, wenden Sie sich bitte direkt an das Projektteam (pepa@hes-so.ch).

 

Weitere Informationen

Aktuelle Publikationen

Non-peer Reviewed Artikel

  • Breaud, A. (2019). Les Hautes écoles vent debout contre la pénurie de soignants. Soins infirmiers [Krankenpflege], 1, 54-57.
  • Golz, C., & Hahn, S. (2019). Gemeinsam gegen den Fachkräftemangel. NOVAcura, 50(7), 18-21.
  • Golz, C., & Hahn, S. (2019). Personalerhalt beginnt in der Ausbildung. Spitex Magazin, 5, 43-45.

 

Präsentationen & Poster

  • Aeberli, R., Meier Käppeli, B., Günthard, B., Pehlke-Milde, J., Grylka, S., & La Marca-Ghaemmaghami, P. (2019, November). Die Hebamme am Telefon... telefonische Nachgespräche als Intervention zur Förderung der Geburtsverarbeitung: ein Erfahrungsbericht. Paper presented at the 29. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Perinatale Medizin, Berlin, Germany.
  • Grylka-Baeschlin, S., & Aeberli, R. (2019, August). Telefonische Geburtsnachgespräche mit Wöchnerinnen. Paper presented at the Konferenz Leitende Hebammen (KLH), Olten, Switzerland.
  • Grylka, S., Aeberli, R., Meier Käppeli, B., & Pehlke-Milde, J. (2019, November). Berufszufriedenheit rund um die Einführung eines von Hebammen initiierten und geleiteten Projekts. Poster presented at the 29. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Perinatale Medizin, Berlin, Germany.

 

Blog

 

Weitere Publikationen